Windows Computer von Viren und Schadsoftware befreien – So geht's! :: ITv4 Tipps & Tricks rund um IT
Windows Computer von Viren und Schadsoftware befreien – So geht's!

Durch unachtsames Surfen und Installieren von Software fängt man sich schnell mal einen Virus ein. Ist Windows von Viren oder Schadsoftware betroffen, sollte man Programme von verschiedenen Herstellern einsetzen, da ein Programm alleine möglicherweise Schadsoftware übersieht. Eine hundertprozentige Sicherheit zur Entfernung gibt es jedoch nie. Um auf Nummer sicher zugehen, sollte das System immer komplett neu aufgesetzt werden.


1. RKill

RKill (Dateigröße: ca. 2 MB)

RKill ist ein portables Konsolen-Programm, das auf BleepingComputer.com entwickelt wurde und versucht, bekannte Malware-Prozesse zu beenden, damit normale Sicherheitssoftware anschließend ausgeführt werden kann und den Computer von Infektionen befreit. Wenn RKill ausgeführt wird, beendet es Malware-Prozesse und entfernt dann falsche Verknüpfungen von ausführbaren Dateien und korrigiert Richtlinien, die uns daran hindern, bestimmte Tools zu verwenden. Wenn es fertig ist, zeigt es eine Protokolldatei an, die die Prozesse anzeigt, die beendet wurden, während das Programm ausgeführt wurde.

Starte die rkill.exe. Es öffnet sich eine Eingabeaufforderung, du musst nichts weiter machen. Je nach Leistung des Computers dauert der Vorgang nur wenige Minuten. Sobald das Programm durchgelaufen ist, erscheint ein Fenster. Dieses kann dann geschlossen werden.

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2. Norton Power Eraser

Norton Power Eraser (Dateigröße: ca. 10 MB)

Norton Power Eraser ist ein kostenloses Programm zum Entfernen von Bedrohungen von Computern. Das Programm kann einfach ausgeführt werden und muss nicht installiert werden.

Starte die NPE.exe. Akzeptiere die Lizenzvereinbarungen und klicke auf Scan auf Risiken.

Möglicherweise muss der Computer vor dem Scan neu gestartet werden. Ist dies der Fall, startet der Scan direkt nach dem Neustart. Dieser Scan dauert in der Regel nur ein paar Minuten.

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3. Kaspersky TDSSKiller

Kaspersky TDSSKiller (Dateigröße: ca. 5 MB)

Der Kaspersky TDSSKiller ist ein kostenloses Tool zur Bekämpfung von Rootkits und Bootlits. Es benötigt keine Installation.

Starte die tdsskiller.exe. Akzeptiere die Lizenzvereinbarungen und klicke auf Start scan.

Der Scanvorgang dauert in der Regel nur wenige Sekunden.

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4. Malwarebytes

Malwarebytes (Dateigröße: ca. 2 MB)

Malwarebytes ist ein kostenloses Tool zur Bekämpfung von Rootkits und Bootlits. Es benötigt keine Installation.

Starte die MBSetup.exe. Wähle Personal Computer aus und klicke auf Installieren, um das Programm zu installieren.

Nachdem Malwarebytes installiert wurde klickst du im Hauptmenü auf Scanner. Klicke auf Erweiterter Scan und auf Scan konfigurieren. Setze alle Häckchen für die Suche sowie die Speicherorte und klicke anschließend auf Scan, um den Scan zu starten.

Dieser Scanvorgang nimmt jetzt einige Zeit in Anspruch.

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5. Windows Malicious Software Removal Tool

Windows Malicious Software Removal Tool (Dateigröße: ca. 35 MB)

Das Windows Malicious Software Removal Tool ist ein ein von Microsoft entwickeltes Tool zum Entfernen bösartiger Software. Das Tool dient dazu, aktive bösartige Software zu erkennen und zu entfernen. Aktive bösartige Software ist Software, die aktuell auf dem Computer ausgeführt wird.

Starte die Windows-KB890830-x64-VX.exe und klicke auf Weiter. Wähle auf der nächsten Seite Vollständige Überprüfung aus und klicke auf Weiter.

Dieser Scanvorgang nimmt jetzt einige Zeit in Anspruch.

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6. Avast aswMBR

Avast aswMBR (Dateigröße: ca. 35 MB)

aswMBR ist ein Anti-Rootkit-Scanner, der den Computer nach Rootkits durchsucht, die den Master Boot Record (MBR) des Computers infizieren. Dazu gehören die Rootkits TDL4/3, MBRoot (Sinowal) und Whistler. Damit dieses Programm ordnungsgemäß funktioniert, muss es zuerst die Avast-Virendefinitionen herunterladen, bevor du es verwenden kannst.

Starte die aswmbr-X.exe und klicke auf Ja,um wie eben geschrieben die Avast-Virendefinitionen herunterzuladen.

Ist das Herunterladen abgeschlossen, klickst du auf Scan, um den Scan zu starten.

Dieser Scanvorgang nimmt jetzt einige Zeit in Anspruch.

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7. Trend Micro HouseCall

Trend Micro HouseCall (Dateigröße: ca. 4 MB)

HouseCall von Trend Micro bereingt Malware, Würmer und Spyware.

Starte die HouseCallLauncher64.exe und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Klicke dann im Hauptmenü auf Settings und wähle Full system scan aus. Klicke anschließend auf Scan Now.

Dieser Scanvorgang nimmt jetzt einige Zeit in Anspruch.

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8. AdwCleaner

AdwCleaner (Dateigröße: ca. 9 MB)

AdwCleaner von Malwarebytes geht gezielt gegen Adware, Spyware, potenziell unerwünschte Programme (PUP) und Browser-Hijacker vor.

Starte die adwcleaner_X.exe und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Klicke auf Jetzt scannen, um einen Scan zu starten.

Dieser Scanvorgang dauert in der Regel nur wenige Sekunden bis Minuten.

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9. ESET Online-Virenscanner

ESET Online-Virenscanner ("Jetzt gratis prüfen") (Dateigröße: ca. 9 MB)

ESETs Online-Virenscanner durchsucht den Computer nach Malware, Viren, Trojaner und Spyware.

Starte die ESETOnlineScanner_DEU.exe und klicke auf Erste Schritte. Akzeptiere die Nutzungsbedingungen und beanworte die folgenden Wünsche negativ. Klicke anschließend auf Vollständiger Scan. Setze den oberen Haken, um die Quarantäne zu aktivieren. Klicke dann auf Prüfung starten.

Dieser Scanvorgang nimmt jetzt einige Zeit in Anspruch.

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Gefundene Objekte löschen?

Die Funde der Programme sind in den meisten Fällen wirklich verseucht und sollten daher gelöscht werden. Manche Dateien wirken harmlos, sind eventuell aber durch Schadsoftware verfälscht worden und somit schädlich.

Doch es kommt es auch gerne mal zu sogenannten "False Positives" - Funde, die als schädlich erkannt werden, aber nicht schädlich sondern sogar notwendig für bestimmte Software sind. Werden diese also gelöscht, funktioniert dieses Programm möglicherweise nicht mehr ordnungsgemäß.


Windows neu installieren, um auf Nummer sicher zu gehen

Mit den oben genannten Programmen sollte sich die Schadsoftware in den meisten Fällen entfernen lassen. Nichtsdestotrotz sollte man über eine Neuinstallation von Windows nachdenken. Insbesondere wenn sich Windows weiterhin merkwürdig verhält oder weitere Meldungen von Schadsoftware erscheinen. Eine Neuinstallation bedeutet andererseits aber auch viel Arbeit.

Vorher sollte jedoch unbedingt ein Backup erstellt werden und die wichtigsten Daten sollten auf ein externes Speichermedium kopiert werden.

Drive Snapshot: Backup von Laufwerken erstellen und wiederherstellen

Windows 10 Installations-Stick erstellen – So geht's!

Meine Tipps nach einer frischen Windows-Installation


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EurenikZ

EurenikZ

Ich bin Janis, 21 Jahre jung und komme aus Frankfurt am Main. Aktuell mache ich eine Ausbildung zum Fachinformatiker für Systemintegration. Neben meinem vServer beschäftige ich mich viel mit Coden und meinen Webseiten. Zocken ist ebenfalls eine meiner Leidenschaften, mein Lieblings-Genre ist Battle Royale und Survival.

Zuletzt aktualisiert

02.02.2021 18:55